In unserem Beitrag „7 Profi-Tricks für die Arbeit mit Lockstoffen und Ködern“ haben wir Ihnen bereits verraten, mit welchen einfallsreichen Methoden Schädlingsbekämpfungs-Experten Schadnager so effektiv wie möglich in die Falle locken. Damit die Arbeit mit den Lockstoffen nicht umsonst ist, berichten wir heute, wie Sie Schlagfallen bestmöglich vorbereiten und platzieren. Mit unseren Effizienz-steigernden Tricks sparen Sie Zeit, Geld und erhöhen die Chance auf einen schnellen Behandlungserfolg!

Tipp 1. Beginnen Sie mit einer gründlichen Inspektion

Bild 1. Inspektion ist kritisch

Scheuen Sie sich nicht, Zeit in eine gut durchgeführte Inspektion zu investieren. Wenn Sie Nistplätze und Laufwege ausfindig machen können, haben Sie mehr Anhaltspunkte für strategische Platzierung Ihrer Schlagfallen. Eindeutige Anzeichen für Schadnager-Aktivität sind zum Beispiel Kot, Nagerspuren, Gerüche oder Nagespuren. Suchen Sie nach Löchern in Wänden, um Rohre oder schwachen Tür-Dichtungen, um mögliche Eintrittspunkte zu identifizieren.

Die vorgefundenen Verunreinigungen und Schäden geben Ihnen Auskunft Schädlings-Arten, deren Aktivitäten und die Größe der Population. Nagetierkot ist zum Beispiel ein guter Indikator für die Schädlingsart: Rattenkot ist in der Regel schwarz mit einer Partikellänge von 0,7 bis 1,2 cm und stumpfen Enden, während Mäusekot 0,2 bis 0,4 cm misst, in der Regel bräunlich ist und spitze Enden aufweist. Haben Sie Laufwege und Nistplätze, sowie die Art der Schadnager identifiziert, platzieren passende Schlagfallen idealerweise direkt im Laufweg. Aber nicht, ohne Tipp 2 gelesen zu haben!

Tipp 2. Gewöhnen Sie die Nagetiere an die Fallen

Gewöhnen Sie die Nagetiere erst an die Fallen, bevor Sie sie spannen. Lassen Sie die Falle mit etwas Köder für 2 bis 3 Tage unbesetzt, damit sich die Nager an die Falle gewöhnen können. Der Gewöhnungs-Effekt erhöht Ihren Fangerfolg. Gerade bei den sehr intelligenten Ratten ist es wichtig, dass die Tiere Ihre Falle zunächst mit positiven Erfahrungen assoziieren.

Nicht vergessen: Weihen Sie Ihre Kunden ein. Manchmal sehen Kundenmitarbeiter die nicht gespannte Falle und versuchen zu helfen, indem sie sie spannen. Machen Sie Ihren Kunden auf diese Regel aufmerksam, damit der Plan eingehalten wird.

Tipp 3. Fallen tarnen

Nagetiere sind vorsichtig gegenüber neuen Objekten, das Verkleiden Ihrer Fallen kann ihnen die Scheu nehmen. Geschreddertes Papier oder Sägemehl ist in diesem Fall nützlich.

Füllen Sie einen leeren Karton mit Sägespänen, vergraben Sie eine nicht gestellte Falle darunter, legen Sie Futter auf die Sägespäne, auch direkt über den Abzug. Sobald sich der Schadnager an den Karton gewöhnt hat und aktiv Futter aufnimmt, befestigen Sie einfach ein Stück Futter direkt am Abzug und spannen die Falle.

Bild 2. Sägespäne

Tipp 4. Stellen Sie viele Fallen dicht nebeneinander auf

Nagetiere können weit und hoch springen (siehe unser Nagetier-Fact), daher ist eine einzelne Falle nicht zwangsläufig eine tödliche Bedrohung für sie. Wenn Sie mehrere Fallen in einer Reihe entlang der zu versorgenden Fläche aufstellen, ist ein Fang garantiert.

Außerdem vermehren Nagetiere ihre Population schnell durch ihre exponentielle Fruchtbarkeit. Sie sollten stets damit rechnen, dass Sie mehr als ein Nagetier bekämpfen, daher ist die Verwendung mehrerer Fallen notwendig.

Tipp 5. Fallen müssen nicht immer auf dem Boden stehen!

Nagetiere sind sehr gute Kletterer. Platzieren Sie Ihre Fallen nicht nur auf dem Boden. Andere Orte wie Dächer, Vorsprünge und abgehängte Decken können ideal für die Platzierung von Fallen sein.

Bild 3. Platzieren von Fallen an hoch gelegenen Stellen

Plätze, zu denen Zugang für uns Menschen beschwerlich ist, sind die Lieblings-Orte von Schadnagern. Auch können Sie Schlagfallentunnel und -boxen mit nach unten zeigender Öffnung an Wänden, Säulen und Regenrinnen befestigen. Dies empfiehlt sich besonders bei den großen Ratten. Diese müssen sich aufrichten, um zu sehen, wo der Ködergeruch herkommt, und lösen dabei bereits die Schlagfalle aus.

Tipp 6. Verwenden Sie Überwachungskameras

Überwachungs- und Wildkameras sind nützliche Hilfsmittel, die Ihnen Einblicke in das Verhalten der Nagetiere und die Leistung Ihrer Fallen geben oder Ihnen helfen, mögliche Veränderungen zur Steigerung des Erfolgs zu erkennen.

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