Die 5 gängigsten Fallen, um Mäuse und Ratten zu bekämpfen

Das Fallenstellen gilt seit langem als effektive Methode der Nagetierbekämpfung. Mit der Zeit sind Fallen kontinuierlich weiterentwickelt worden, um raffinierter und effizienter zu sein, den spezifischen Bedürfnissen der Benutzer zu entsprechen und die Wahrscheinlichkeit eines Fangs zu erhöhen. Es gibt hunderte von Fallenvarianten auf dem Markt. Sie können jedoch in 5 gängige Typen eingeteilt werden. Und die betrachten wir im Folgenden.

1. Schlagfalle

Die Schlagfalle ist der häufigste Typ von Nagetierfallen. Hier kommt ein Schnellauslösesystem zum Einsatz, um Schädlinge zu fangen. Schlagfallen sind im Allgemeinen preiswert, effektiv und oft wiederverwendbar.

Es gibt 3 Haupttypen von Schlagfallen: Bügel-, Muschel- und versteckte Tötungsfallen. (Ihre Namen im Englischen sind „bar“, „clam“ bzw. „hidden kill“.)

Bügelfalle (auch federbelastete Bügelfalle genannt)

Bügelfalle ist eine klassische Art von Schlagfalle mit einem einfachen Aufbau: ein starker, federbelasteter Bügel und ein Auslöser, um ihn zu lösen. Sie spannen die Feder, legen den Köder auf den Auslöser (die Zunge) und Ihre Falle ist bereit, ihre Aufgabe zu erfüllen. Wenn ein Nagetier den Köder nimmt, wird der Auslöser betätigt, wodurch der Metallbügel zuschnappt und das Rückgrat des Nagetiers bricht, wodurch es sofort und auf humane Weise getötet wird.

Hinsichtlich Materialien gibt es 2 Arten von Bügelfallen: Holz- und Kunststofffallen. Die Holzfalle besteht aus einer hölzernen Plattform, auf der ein dicker Metalldraht befestigt ist. Kunststofffallen hingegen bestehen aus hartem, haltbarem Kunststoff, der sich leicht aufstellen lässt, einfach zu reinigen ist und keine Flecken oder Gerüche annimmt.

Bild 1. Kunststoff-Bügelfalle

Traplinked bietet digitale Lösungen mit Schlagfallen aus Kunststoff. Im Sortiment finden sich verschiedene Arten von Fallen sowohl für Ratten als auch für Mäuse, sodass immer eine Lösung existiert, die Ihren speziellen Bedürfnissen entspricht. Mehr Informationen finden Sie hier.

Muschelfalle (auch Kieferfalle genannt)

Die Muschelfalle verfügt, ähnlich einem Mund (viele Ausführungen haben Zähnchen und erinnern so an ein Krokodil-Maul) über zwei „Kiefer“, um Nagetiere zu fangen. Der Köder wird hineingelegt und eine Spiralfeder löst den Mechanismus aus, sobald der Köder bewegt wird. Die Kiefer oder Muschelhälften schließen sich und klemmen das Nagetier ein. Durch den sich vollständig schließenden Fallenkörper können Schadnager dabei aus jeder Richtung in die Falle eintreten und werden trotzdem gefangen. Diese Art von Schlagfallen ist in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Im Vergleich zu anderen Arten von Schlagfallen tötet die Kieferfalle jedoch nicht durch einen Schlag. Stattdessen erstickt die Falle das Nagetier, da die Kunststoffkiefer immer fester zusammendrücken und das Nagetier nicht atmen kann, was nach einigen Minuten zum Tod führt.

Versteckte Tötungsfalle

Die versteckte Tötungsfalle besteht aus einer harten Außenhülle und einem vollständig umschlossenen Fangbereich zum Auslegen des Köders. Das Auslösesystem ist ähnlich wie bei Bügel- oder Muschelfallen: Sobald ein Nagetier durch ein kleines Loch eindringt und versucht, den Köder zu nehmen, schwingt die Feder und fängt das Nagetier im Inneren ein. Anschließend wird das komplette System entsorgt. Ein Vorteil dieser Art von Schlagfalle ist, dass Sie sich nicht mit dem Anblick eines toten Nagetiers auseinandersetzen müssen. Wenn Sie es jedoch mit einer großen Population zu tun haben, wird es teuer, da die Falle nicht wiederverwendbar ist. Wie Sie wissen, kämpft man im Kampf mit Mäusen oder Ratten nicht nur mit einer von ihnen, sondern mit vielen.

2. Elektrofalle

Eine elektrische Falle funktioniert, indem der Schadnager in einen Behälter gelockt wird, der dann einen schnellen, tödlichen Tod durch elektrischen Hochspannungsstrom verursacht. Die Falle ist mit einem Signalsystem ausgestattet, das anzeigt, wann die Maus gefangen ist. Im Allgemeinen ist eine herausnehmbare Tötungskammer vorhanden, um die Reinigung zu erleichtern und sicherzustellen, dass die elektrischen Komponenten nicht nass werden, was eine lange Lebensdauer gewährleistet. Zur Abdeckung der Falle werden isolierte Boxen oder Kunststoffbehälter verwendet, um Verletzungen von Menschen und Haustieren zu vermeiden.

Dieser Fallentyp ist in der Regel größer als die meisten anderen Fallen, wird mit Batterien betrieben und ist eine der teuersten Fallen. Es gibt verschiedene Varianten der Falle, die entweder für den häuslichen Einzelgebrauch oder für den gewerblichen Einsatz für mehrere große Fänge geeignet sind.

3. Lebendfalle

Lebendfallen haben den Vorteil, dass sie ein Nagetier fangen, ohne es zu töten, sodass Sie es wieder in die Freiheit entlassen können. Der Funktionsmechanismus ist einfach: Es handelt sich im Grunde um Kammern oder Käfige, die mit abzugsaktivierten Türen ausgestattet sind. Sobald ein Nagetier die Falle betritt, schließt sich die Tür und das Nagetier wird in der Kammer gehalten, bis der Mensch eingreift. Die Falle muss daher regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass das gefangene Nagetier nicht an Stress oder Hunger stirbt.

Bild 2. Metallkäfige

Es gibt 2 Haupttypen von Lebendfallen: Metallkäfige oder Kunststoffröhren. Metallkäfige scheinen die bessere Wahl zu sein, wenn man den ethischen Aspekt betrachtet. Beim Einfangen kommt es häufig vor, dass das Nagetier übermäßig gestresst wird oder in Panik gerät. Es sollte ausreichend Platz und Löcher haben, damit es sich umdrehen und atmen kann – das sind die wichtigsten Merkmale von Metallkäfigen.

Bei dem Prinzip, das Nagetier nach dem Fang freizulassen, sollte der Ort der Freilassung weit genug entfernt sein, um sicherzustellen, dass es nicht zurückkommt und Ärger verursacht.

Hausmäuse neigen jedoch dazu, sich in Bereichen zu verstecken, in denen sich Menschen und andere kleine Säugetiere aufhalten. Für diese ungebetenen Gäste ist die Lebendfalle keine langfristige Methode, da sie wahrscheinlich zu Ihnen zurückkehren oder einfach in ein anderes Wohngebiet in der Nähe des Freilassungsortes umziehen und weiter wüten.

4. Leimfalle

Eine Leimfalle besteht aus einer klebrigen Oberfläche (aus natürlichem oder synthetischem Klebstoff) auf einem Karton, einer Kunststoffschale oder einem ähnlichen Material. Der Köder kann in der Mitte der Falle platziert werden. Dies ist jedoch nicht nötig, wenn der Hersteller bereits einen Duftstoff in den Klebstoff einbringt. Der Fangmechanismus ist einfach und erfordert wenig bis gar keine Einrichtung.

Bild 3. Leimfalle

Sobald die Maus festsitzt, wird sie zusammen mit der Falle weggeworfen. Klebefallen sind hauptsächlich für den Einsatz in Innenräumen gedacht. Aufgrund von Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Staub und Regen werden die Fallen unwirksam, wenn sie im Freien aufgestellt werden.

Ein Problem der Leimfalle ist, dass das Nagetier beim Fangen nicht getötet wird und langsam stirbt, da es keinen Zugang zu Nahrung oder Wasser hat. Diese Art von Fallen wirft ein schwerwiegendes ethisches Problem auf, da die Nagetiere sehr leiden müssen, bevor sie sterben, nicht nur durch Verhungern oder Verdursten, sondern auch durch Schmerzen und Panik.

Klebefallen sind daher in einigen Ländern (beispielsweise Deutschland und Australien) gesetzlich verboten.

5. Falle mit CO2

Die Verwendung von CO2 oder Gasemissionen bei der Bekämpfung von Nagetieren ist eine neue Methode, daher ist sie im Vergleich zu anderen Fangmethoden noch nicht weit verbreitet. Aktuell gibt es zwei verschiedene CO2-Fallenmodelle:

CO2-Tötungsfalle

Die Falle besteht aus einem äußeren Behälter und einem inneren CO2-Tank mit einem Auslösesystem. Ein Nagetier tritt durch eines der beiden Löcher an beiden Enden der Falle ein. Das System wird aktiviert und sperrt das Nagetier in der Kammer ein, sobald zwei aufeinanderfolgende Infrarotstrahlen unterbrochen werden. Daraufhin wird CO2 freigesetzt. Das Nagetier wird nach wenigen Sekunden bewusstlos und stirbt innerhalb einer Minute. Es gibt ein Warnsystem, mit dem Sie erkennen können, ob ein Fang erfolgt ist.

CO2-betriebene Falle

Diese Art von Falle verwendet eine CO2-Patrone als Energiequelle. Ein Köder lockt die Nager in die Falle. Wenn ein Nagetier versucht, den Köder zu nehmen, löst es das System aus und aktiviert die Freisetzung von CO2. Der Gasdruck treibt einen starken Mechanismus an (beispielsweise das Verschießen eines Bolzens) wodurch ein starker Schlag in den Kopf des Nagetiers ausgelöst wird, der zu einer sofortigen Tötung führt.  Die Falle stellt sich dann automatisch zurück und das tote Nagetier fällt zu Boden.  Jede Patrone ist für eine bestimmte Anzahl von Schüssen vorbereitet und es gibt ein Werkzeug zur Anzeige der Anzahl der Treffer. Im Prinzip können Sie die Falle bis zum Erschöpfen des CO2-Vorrats verwenden.

Die Falle sollte jedoch regelmäßig überprüft werden, um Hygieneprobleme durch tote Nager zu vermeiden. Außerdem werden Ratten, wenn sie einen toten Artgenossen entdecken, die Falle meiden. Um einen besseren Fangerfolg zu gewährleisten, ist daher eine Reinigung nach der Vernichtung der Nager unerlässlich.

Jede Art von Falle hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir hoffen, dass Ihnen unser Blogpost geholfen hat, die Falle auszuwählen, die zu Ihrer Strategie und den Anforderungen Ihrer Kunden und den gesetzlichen Bestimmungen passt. Welche dieser Fallen haben Sie bereits ausprobiert? Lassen Sie es uns wissen!

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